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Bernhard E. Bürdek – Der Fall Forum Design

In dem Text von Prof. Bernard E. Bürdek erfahren wir den Moment der designerischen Zeitrechnung, an dem die Moderne tatsächlich von der Postmoderne in Frage gestellt wurde. Bürdek beschreibt aber auch, wie Zeitgenossen wie Lucius Burkhardt doch nicht in allen Prognosen richtig lagen, richtig liegen konnten.

Me, myself and my Weltentwurf

Autorendesign, kollektive Individualisierung und die Unmöglichkeit der klassischen Kritik im Design.

„Sei du selbst! Lad‘ Dir die Blaupausen deiner Möbel im Web herunter, verändere Sie, leb deinen Style! Nimm Dein Leben in Deine Hände und zeig, wer Du bist!“ – Design ist der Schlüssel dazu! Es ist nicht mehr hauptsächlich funktional und praktisch, es ist die Methode zur Verwirklichung der maximalen Authentizität und zum Ausdruck von Stimmungen und Identitäten. Nicht das einzelne Objekt, sondern Prozesse, Methoden, Marken und Strategien sind Gegenstand der Designpraxis. Design, der große bunte Vermittler zwischen Objekt und Konsument erfindet sich dabei auch immer wieder selbst neu. Und die Kritik? Die Kritik des Designs muss sich auch erneuern.

Peter Sloterdijik – Das Zeug zur Macht

Dieser Text ist das Transskript eines Vortrags auf der Konferenz “Communication next”, Karlsruhe 2006

1. Das Tausendjährige Reich der Kompetenz – Zum Selbstbegriff der modernen Welt
2. Simulation von Souveränität – Über die Geburt des Design aus dem Geist des Rituals
3. Kompetenz als Revisionskompetenz – Design unter dem kategorischen Imperativ der Warenwelt
4. Auf das Ego angewandte Kunst
5. Im Titanenkampf

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Es besteht bei fast allen, die über das Wesen der Modernität nachgedacht haben, ein mehr oder weniger aus­drücklicher Konsensus darüber, daß das Weltalter, in dem wir leben, ein riesiges Experiment der primären technologie­fähigen Nationen über das Motiv der grenzenlosen Steigerung von Macht und der immerwährenden Intensivierung des Lebens darstellt. In diesem Weltexperiment entdecken sich die modernen Subjekte – fortschreitend von Generation zu Genera­tion – als Träger eines spezifischen Willens zur Macht.