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Es werden noch Regale gebaut – das Lesikon der visuellen Kommunikation

Das Lesikon von der Berliner Kommunikationsdesignerin Juli Gudehus könnte, wäre es nicht so dick, die ideale Reiselektüre sein. Indessen hätte man am selben Inhalt auf dem “Kindle” aber leider nur halb so viel Spaß an den freien Assoziationen der Autorin und ihren 3513 Co-Autoren. Assoziationen, die sich aus dem Alltag der Visuellen Kommunikation zu einer Tag-Cloud von 9704 Begriffen in liebevoll collagierter Dünndruck-Schwarte vereinen.

Design hören: René Spitz’ Miniaturen zum Jahresausklang

Eifrig hat unser Kollege René Spitz wieder Kritik-Miniaturen geschaffen, die bis zum Jahresende im Radioprogramm des WDR in der Sendung Mosaik ausgestrahlt werden. Der Sendezeit entsprechend kann man sie vor oder nach dem Schneeschippen hören. Alle Beiträge aus der Reihe “Design im Dasein” in der Sendung Mosaik des WDR können aber auch über den hier […]

Waldmannsheil – Die Wiederaufforstung der Nachhaltigkeits-Ästhetik

Ein Blick in die Medienlandschaft genügt: das Wort „Nachhaltigkeit“ oder das englische„sustainability“ ist zum Modewort verkommen und nervt! Angeblich stammt der Begriff aus der Forstwirtschaft, wo ein gewisser Hans Carl von Carolwitz erstmals 1713 eine „nachhaltende Nutzung“ des Waldes forderte. Und den sieht man ja bekanntlich vor lauter Bäumen nicht, denn es gibt viele verschiedene Auslegungen des Wortes. Nachhaltigkeit ist momentan leider allzu oft ein Begriff, der im grün angestrichenen Marketing verortet ist. Die Nachhaltigkeit, die eventuell auch anderen und nicht nur sich selber nutzt ist, zumindest was die Wirtschaft angeht, noch nicht so ganz angekommen.

Gratwanderungen eines Kreativen – Problema, ein Film von Ralf Schmerberg

Der Schaffende wird häufig von seiner Berufs-Ethik, vorausgesetzt er ist sich dieser bereits bewusst, herausgefordert: Dürfen wir als Kreative ein Doppelleben führen, weltverbesserisches Handeln in der Dienstleistung propagieren und gleichzeitig unseren Über-Konsum von den Schultern der Unterbezahlten stemmen lassen. So leicht uns die Mouse-Hand die Lösungen für die Probleme unserer Region zaubern lässt, so sehr sind wir auf die Schwielenhände der Dritten Welt angewiesen, um zu den Antworten gelangen zu können. Oft und immer noch unbewusst streifen wir alle Eigenverantwortung von uns, unwissend über die Kausalität der Sachverhalte und Verschaffen uns immerhin höchstens ein gutes Gefühl, etwas für den Anderen getan zu haben, wenn wir den Fair-Trade-Kaffee dem herkömmlichen bevorziehen. Das kann aber nicht alles sein! Kann man als Kreativer im Hamsterrad auch mal einen kurzen Ausstieg wagen, ohne alle Kunden zu verlieren, sich aufstellen, hinterfragen, auch mal „dagegen-sein“?