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Designliteratur: ff. Erinnerung

Was ist Erinnerung? Warum bestehen Retro-Trends? Was ist ein Design-Klassiker und warum braucht man dafür Museen? Ist mein Keller wie Google? Was soll der Kult um die Patina?

Anekdotisch, wissenschaftlich, designhistorisch fundiert versammelt ff. eine Reihe renommierter Autorinnen und Autoren aus Akademie und Journaille, aber auch aus Designforschung und Praxis zum Thema Erinnerung. Liebevoll gestaltet von Sebastian Glück und Julia Meer, die das Projekt aus der Hochschule in eine private Initiative überführt haben. Allein für dieses Engagement ein dickes Lob.

Inhaltlich: In ff. steht viel mehr, als das lose zusammengetragene Folioformat  und die protestantisch strenge Gestaltung glauben machen will. Es braucht eine ganze Weile, bis man sich die sehr diversen Texte zu Gemüte geführt hat. Die einzige Frage an das Format ist dann auch, ob und in welchem Maße Form hier auch Inhalt ist. Wunderbare Illustrationen, strenger Satz, farbiges Papier als Konzept in einer Reihe. Könnte fast ein wenig zugänglicher gestaltet sein, meine ich, wenn man sich nicht die Strenge hergebrachter Theorie-Praxis Polarisierung anheften will. Alles in Allem eine beispielhafte 40-seitige Zeitschrift, die für 6 Euro eine wunderbare Ansammlung von Texten renommierter Autoren und schreibender Praktiker bietet. Die Botschaft lautet: Zur Nachahmung empfohlen.

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