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Kann Gestaltung die Gesellschaft verändern?

Welchen Sinn haben Manifeste heute, wo doch jede/r seine Gedanken ohne Zeitverlust in sozialen Medien verbreiten kann? Würden wir heute unter Gropius’ Manifest ein LIKE setzen? Könnte First things First von Ken Garland, oder auch seine vielen Nachfolge-Manifeste heute die Dimension eines Shitstorms annehmen?

Blogger John Emerson hat auf seinem Blog Design-Manifeste aus 100 Jahren zusammengetragen, viele haben kaum außerhalb von Fachkreisen Aufmerksamkeit erregt.

Die Form des Manifestes ist natürlich reizvoll, sie suggeriert, dass man mit einem womöglich nummerierten Set an Regeln etwas Großes erfassen kann, z.B. lieben viele Leute die 10 Regeln des Designs von Dieter Rams.

Wir haben in einem Kurs an der HTW programmatische Texte und Manifeste aus dem Design als Inspiration für heutige Leitlinien herangezogen und versucht, persönliche Sichtweisen der heutigen Generation von Gestalter_innen auf diese Weise darzustellen.

Franciska Adolphs’ Manifest kann als Diskussionsgrundlage dienen oder als persönliche Positionierung – der eigentlich wichtige Akt ist das Reflektieren der eigenen Position.

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