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Recycling: Exkursion zu ALBA

Es ist eine Freude die Perfektion zu sehen mit der diese Fabrik arbeitet. Sie stellt nichts her sondern das was sie verarbeitet ist Müll – unser Müll. Die ALBA Sortier Anlage in Berlin Mahlsdorf. Hier laufen pro Jahr 140000 Tonnen Plastikmüll durch die Förderbänder, Reißschnecken und Sortiertrommeln und wird per High-Tech, beispielsweise Infrarotsensoren, die die Beschaffenheit und Farbe des Mülls analysieren und dann blitzschnelle gezielte Luftstöße auslösen, die einzelne Abfalleinheiten in die richtige Sortierung blasen. Stücke unter 10cm Größe können nicht verarbeitet werden, weil sie aus den Ballen herausfallen, in die die fertig sortierten PET, PP, PE und Alu Fraktionen gepresst werden.

Menschen arbeiten nur sehr wenige in der Anlage, die meisten in einer Abteilung, die “Qualititätskontrolle” heißt, aber ein Raum ist, in dem in rasender Geschwindigkeit eine Nachsortierung schwieriger oder schwer erkennbarer Abfälle am Fließband passiert. Die Luft war gut dort, aber was in den 8-stündigen Schichten von der Konzentration her geleistet werden muss, ist enorm. Vor Jahren allerdings noch war das Sortieren von Abfällen noch viel mehr eine “händische” Arbeit – bald werden auch diese Aufgaben durch Maschinen zu meistern sein, und darüber braucht man nicht traurig zu sein. Auch die, die uns die Anlage zeigen äussern zum Abschied die Frage “ob wir das ganze Zeug wirklich brauchen.” Stimmt.

Initiiert hat den Besuch im ALBA-Sortierwerk übrigens Erik van Buuren, der seines Zeichens Umweltberater / Cradle-to-Cradle-Experte und Unternehmer in Sachen Nachhaltigkeit mit eigenem Label ist. Wir danken ganz herzlich!

Besuche in den Betrieben der Berliner Abfallwirtschaft (BSR, Alba) sind übrigens für jedermann ständig nach Voranmeldung möglich und werden sehr nett betreut. Nur zu, sollte jeder mal gesehen haben. Besonders als Designer.

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