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Wie gestaltet man Designkritik?

Wir freuen uns, heute den Relaunch von Designkritik im neuen Gewandt zu präsentieren! Begonnen hat alles mit zwei Lesern, einem einfachen Gespräch und der einfachen Frage: Sollte eine Plattform mit der Mission, jungen Gestaltern Reflexion und Diskurs über Design näher zu bringen, nicht vor allem Lust auf Lesen machen? Wenige Gespräche mit den Initiatoren später war der Entschluss gefasst. Wir würden die Plattform Designkritik überarbeiten, um das Projekt in seiner Sache mit einer benutzerfreundlichen Gestaltung zu unterstützen.

Am Anfang stand die Frage, was der eigentliche Sinn der Plattform ist. Der Auftritt war zuvor ausgelegt als ein News-Portal oder Blog. Redaktionell wurden keine täglichen und kurzen Artikel veröffentlicht. Die Einträge sind in der Regel längere Texte mit inhaltlich langer Lebensdauer und Relevanz. Unser Ziel war es, die Anmutung eines Blogs zu verlassen und dem Portal einen größeren Archiv-Charakter zu geben. Einzelne Artikel sollten in Zukunft eine erhöhte Eigenständigkeit haben und lange auffindbar bleiben.

Das Ziel von Designkritik ist es, vor allem den oft jungen Autoren eine Plattform zu bieten. Designkritik ist kein Meinungs-Sprachrohr der Initiatoren, sondern nimmt eine unterstützende Rolle ein. Durch das Portal soll Diskurs angeregt und ermöglicht werden. Deshalb war eines unserer Anliegen auf gestalterischer Ebene, eine klare Trennung zwischen den veröffentlichten Positionen und dem Rahmen der Plattform zu schaffen. Ganz klar steht hierbei der Inhalt im Mittelpunkt, der Rahmen wirkt unterstützend.

Nichtsdestotrotz wollten wir die bestehende Welt der Marke Designkritik weiter tragen und mit visuellen Mitteln eine Balance zwischen den markanten Markenelementen und einem hohen Maß an Funktionalität schaffen. Die Marke hat auf der Startseite die größte Präsenz und nimmt sich auf den Unterseiten zurück. Die Startseite ist sehr eigenständig und – dem Thema verpflichtet – wenig anbiedernd – vielleicht sogar etwas unbequem. Gleichzeitig schafft sie einen schnellen Überblick über die Inhalte, sowie einen direkten Einstieg in die Texte.

In den Einzelartikeln steht die Funktionalität klar im Fokus. Der Schwerpunkt liegt auf einer angenehmen Lesetypografie – auf allen Geräten – sowie der Minimierung aller Ablenkungsfaktoren für eine ungestörte Auseinandersetzung mit den Inhalten. Unterstützt wird das Ganze durch eine typografische Abgrenzung der Fußnoten und sonstigen Informationen.

Um die Bedeutung des offenen Diskurses zu betonen, finden die Kommentare am Ende der Artikel auf der gleichen Hierarchie des Inhaltes statt. Reflexion der Inhalte ist gleichbedeutend mit den Texten selbst. Ebenso sind Kommentare so strukturiert, dass auch Antworten zu Kommentaren möglich und ersichtlich bleiben. Der einzelne Text wird damit auch wieder zur Plattform für Gespräch und Diskurs.

Auf der technischen Ebene haben wir einige neue Funktionen eingeführt, die zum Beispiel den Umgang mit Gastartikeln, Quellenangaben und weiterführenden Informationen stark vereinfachen und gestalterisch klar kennzeichnen.

Wir hoffen, dass wir das Potenzial der Plattform mit unserer Arbeit unterstreichen können, indem wir ihre Einzigartigkeit und Stärken betonen. Die Initiative nimmt eine wichtige Position in der deutschen Designlandschaft ein und füllt große Lücken im öffentlichen Designdiskurs. Sie schafft einen leichten Zugang zu Themen, die in der Lehre oft zu kurz kommen und deren Bedeutung für die persönliche – wie berufliche – Entwicklung von jungen Gestalter*innen zu wenig Beachtung geschenkt wird.

In diesem Sinne, wünschen wir allen Lesern viel Spaß beim Kennenlernen der neuen Seite und der Redaktion viel Erfolg für die Zukunft. Und natürlich freuen wir uns über jede Kritik an der Seite!

Fabian Wohlfart & Jan Aulbach

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